Defense Information Systems Agency
![]() Die Defense Information Systems Agency (DISA; deutsch „Agentur für Verteidigungsinformationssysteme“) ist eine Behörde des US-Verteidigungsministeriums. Sie wurde 1960 gegründet und hieß bis 1991 Defense Communications Agency. Ihr Sitz ist Fort Meade in Maryland. Ihre Aufgaben liegen unter anderem in der Unterstützung mit Informations- und Kommunikationstechnik für den Präsidenten, Vizepräsidenten, Verteidigungsminister und die Streitkräfte. GeschichteDie einzelnen Organisationen im Verteidigungsministerium benötigten ein einheitliches Kommunikationssystem, deshalb gab der damalige Präsident Dwight D. Eisenhower 1957 seinen Verteidigungsminister Charles Erwin Wilson den Auftrag, ein gemeinsames System für alle Streitkräfte zu entwickeln. Am 12. Mai 1960 wurde schließlich die Defense Communications Agency (DCA) gegründet, welche den Auftrag bekam, dieses System zu verwalten und zu kontrollieren.[3] Die DCA spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Defense Satellite Communications System und vom Heißen Draht. Während des Vietnamkrieges eröffnete die DCA eine Außenstelle in Asien und baute mit Talk Quick ein Kommunikationsnetz zum sicheren Dialog aus. In den 70er Jahren erwarb die Agency das Minimum Essential Emergency Communications Network (MEECN), welches für die schnelle Kommunikation mit der Atomstreitkraft zuständig ist. Ende der 80er Jahre legte die DCA die Joint Tactical Command, Control, and Communications Agency (JTC3A), das Tri-Service Tactical Communications Joint Test Element und die Joint Operability Test Facility zusammen und bildete das Joint Interoperability Test Command (JITC), welches in Fort Huachuca stationiert ist.[4] ![]() Am 25. Juni 1991 wurde die DCA in Defense Information Systems Agency (DISA) umbenannt, um das Amt „eindeutig als Kampfunterstützungsbehörde zu identifizieren“. Mitte der 90er wurde das Worldwide Military Command and Control System unter anderem durch das Defense Message System ersetzt, um die Unified Combatant Commands besser zu vernetzen. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bekam die Behörde zusätzliche Mittel um ihre Rolle weiter auszubauen. Mit der 877 Millionen Dollar Global Information Grid Bandwidth Expansion übernahm die Agentur ihr bisher größtes Projekt, welches am 30. September 2004 Einsatzbereit war.[4] Während des Krieges in Afghanistan baute die DISA das Telecommunications Advisory Team (TAT) auf, welches unter der International Security Assistance Force operierte und für die Kommunikation, Vernetzung der einzelnen Länder und Entwicklungshilfe zuständig war. Von Januar bis Juli 2011 zogen 4500 militärische und zivile Angestellte der DISA, sowie Vor-Ort-Vertragspartner aus Arlington und Falls Church, Virgina, die dort zuvor an unterschiedlichen Orten untergebracht waren, in den neuen Hauptquartierkomplex in Fort George G. Meade im Bundesstaat Maryland.[5] Befehlshaber
AuszeichnungWeblinksCommons: Defense Information Systems Agency – Sammlung von Bildern
Einzelnachweise
Koordinaten: 39° 6′ 26,5″ N, 76° 44′ 47,7″ W |