Perović studierte von 1991 bis 1997 an der Universität Zürich Geschichte, Politikwissenschaften und Russische Literatur und wurde im Jahr 2001 mit einer Arbeit zum russischen Regionalismus promoviert. 2014 hat er sich an der gleichnamigen Institution zum Thema der nordkaukasischen Geschichte unter russischer Herrschaft habilitiert.[1][2]
Vor seinem Antritt als Professor an der Universität Zürich war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Basel (2008–2011) und davor Programmverantwortlicher für den Forschungsbereich Russland/Eurasien am Center for Security Studies der ETH Zürich (1997–2003, 2003–2005). Er hat zahlreiche Aufenthalte an ausländischen Universitäten und Forschungsinstitutionen absolviert. So war er Student an der Russischen Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universität in Moskau (1995–1996), Short-Term Scholar am Kennan Institute des Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington, D.C. (2002), Visiting Scholar am Davis Center for Russian and Eurasian Studies der Universität Harvard (2003–2005) und Guest Scholar am Center for Russian, East European and Eurasian Studies der Universität Stanford (2014).
In seinen Arbeiten befasst sich Perović sowohl mit historischen als auch aktuellen Fragestellungen Osteuropas. An der Universität Zürich forscht und lehrt er zur russischen und sowjetischen Geschichte und zur Geschichte des Balkans ab dem 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Er leitete zwei vom SNF finanzierte Forschungsprojekte: «Energie und Macht: Eine kulturgeschichtliche Betrachtung von der frühen Sowjetzeit bis zum Russland der Gegenwart» und «Sicherheit, Krieg und Frieden in der Sowjetunion und Russland».[3] Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten sind u. a. erschienen in den Zeitschriften Europe-Asia Studies, Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History, Journal of Contemporary History, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Journal of Cold War Studies, Geopolitics, Demokratizatsiya. The Journal of Post-Soviet Democratization, Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens und Europa Regional. Daneben hat er eine Reihe von Buchbeiträgen verfasst und an der Herausgabe mehrerer Sammelbände mitgewirkt (erschienen u. a. bei Routledge, Oxford University Press, Palgrave Macmillan und Peter Lang).
Perović ist Gründer und Mitherausgeber der bei Böhlau erscheinenden Buchreihe Osteuropa in Geschichte und Gegenwart[4] und der Online-Zeitschriften Russian Analytical Digest[5], Caucasus Analytical Digest[6] und Ukrainian Analytical Digest[7]. Er hat sich wiederholt auch zu aktuellen Ereignissen in Osteuropa geäussert[8] und in den Medien Stellung bezogen[9]. Er ist Mitbegründer und Leiter des 2017 gegründeten Center for Eastern European Studies (CEES) an der Universität Zürich.[10]
Website des Center for Eastern European Studies (CEES)
Einzelnachweise
↑Prof. Dr. Jeronim Perović. Historisches Seminar der Universität Zürich, 5. Juni 2022, abgerufen am 6. Juni 2022.
↑Für eine Besprechung des 2015 im Böhlau-Verlag erschienenen Buches Der Nordkaukasus unter russischer Herrschaft siehe: Ivo Mijnssen: Gescheiterte Herrschaft. In: Neue Zürcher Zeitung. 29. März 2016.