Cagny (Somme)
Cagny (picardisch: Cagnin) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 1198 Einwohnern (Stand 1. Januar 2022) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde liegt im Arrondissement Amiens, ist Mitglied des Gemeindeverbands Amiens Métropole und gehört zum Kanton Amiens-5. Die Bewohner werden Cagnisiens und Cagnisiennes genannt. GeographieDie Vorortgemeinde von Amiens liegt rund 4,5 km südöstlich der Départementshauptstadt und unmittelbar an diese anschließend am linken (südlichen) Ufer der versumpften Avre an der Straße nach Boves. Cagny besitzt einen unmittelbaren Anschluss an die Autoroute A29. Umgeben wird Cagny von den vier Nachbargemeinden:
GeschichteIn Cagny befindet sich eine prähistorische Fundstätte im Bois de la Garenne mit Funden von Homo heidelbergensis, ebenso in L‘Épinette. In der gallo-römischen Epoche war Cagny vom Stamm der Ambianer bewohnt, auch wurden Spuren einer römischen Villa gefunden. 1146 wird der Ort erstmals als Cannicum genannt. Im Hochmittelalter war er von der Kastellanei von Boves abhängig, die hier das Recht der niederen Jagd (droit de garenne) besaß. Nach der Plünderung durch spanische Truppen im Jahr 1643 wurde das Schloss, das im Ersten Weltkrieg als Militärkrankenhaus diente, 1650 neu errichtet. Im Deutsch-Französischen Krieg war Cagny 17 Tage lang von preußischen Truppen besetzt. Im Zweiten Weltkrieg hatte Cagny unter alliierten Luftangriffen zu leiden, aber weniger als Amiens und Longueau. Einwohner
VerwaltungBürgermeister (maire) ist seit 2014 Alain Molliens. WirtschaftSüdzucker beabsichtigt, die von der Tochterfirma Saint Louis Sucre S.A. betriebene Zuckerfabrik in Cagny zu schließen.[1] Sehenswürdigkeiten
WeblinksCommons: Cagny (Somme) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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